- akbergmann
- 16. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Es gibt Lebensphasen, in denen sich Dinge verschieben. Nicht abrupt, sondern schleichend. Ein Gefühl, dass das, was lange getragen hat, nicht mehr dieselbe Orientierung gibt. Viele Frauen erleben solche Momente besonders deutlich in der Lebensmitte – nach Jahren des Funktionierens, der Verantwortung für andere, nach Einschnitten wie Trennung, Krankheit, dem Auszug der Kinder oder beruflicher Pause. Manchmal entsteht auch der Wunsch, sich beruflich neu zu positionieren.
Dieser innere Zustand lässt sich oft schwer in Worte fassen. Es ist weniger eine klare Entscheidung als ein Innehalten. Ein Spüren, dass ein Aufbruch ansteht, ohne genau zu wissen, wohin er führen soll. Veränderung beginnt selten mit einem fertigen Plan. Sie beginnt mit Fragen. Und sie benötigt die eigene Überzeugung, um wirksam umgesetzt werden zu können.
Coaching bietet in solchen Phasen einen geschützten Raum, um diese Fragen ernst zu nehmen. Nicht mit dem Anspruch, schnell Lösungen zu finden, sondern mit der Idee, dass Übergänge Zeit, Klarheit und innere Orientierung brauchen. Gerade bei privaten und beruflichen Veränderungen, die eng miteinander verwoben sind, geht es zunächst darum, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen, zu sortieren, die inneren Werte zu überdenken, Prioritäten neu zu setzen.
Viele Frauen erleben dabei eine große Ambivalenz: den Wunsch nach Veränderung auf der einen Seite und das Bedürfnis nach Sicherheit auf der anderen. Psychologisch betrachtet ist das ein völlig natürlicher Zustand, der uns verunsichert und zögern lässt.
Coaching versteht diese innere Spannung nicht als Blockade, sondern als wichtigen Hinweis darauf, dass etwas Wesentliches in Bewegung geraten ist. Ein zentrales Element in Veränderungsprozessen ist die Klärung der eigenen Motivation. Häufig wissen Frauen sehr genau, was sie „sollten“. Deutlich leiser ist oft die Stimme, die sagt, was wirklich stimmig wäre. Coaching unterstützt dabei, diese innere Stimme wieder wahrnehmbar zu machen.
Eng damit verbunden ist der Blick auf innere Haltungen und Überzeugungen. Viele Frauen tragen Glaubenssätze in sich, die in früheren Lebensphasen hilfreich waren, heute jedoch einengen. Coaching lädt dazu ein, diese Denkweisen behutsam zu überprüfen und Entwicklung wieder als Möglichkeit erfahrbar zu machen.
Besonders in Zeiten von Trennung, Krankheit oder beruflicher Neuorientierung spielen persönliche Werte eine zentrale Rolle. Werte wirken wie ein innerer Kompass, wenn äußere Sicherheiten wegfallen. Im Coaching wird deshalb nicht nur gefragt, welches Ziel erreicht werden soll, sondern wofür ein Schritt steht.
Aufbruch bedeutet nicht, frei von Angst oder Zweifel zu sein. Coaching unterstützt dabei, diese Gefühle nicht als Hindernis zu verstehen, sondern als Teil eines Übergangs. Handlung entsteht Schritt für Schritt – im Einklang mit dem, was wichtig ist.
Coaching versteht sich in solchen Lebensphasen als begleitender Prozess, der Raum für Reflexion, Orientierung und Selbstkontakt schafft. Es geht nicht darum, jemand anderes zu werden, sondern darum, wieder in Verbindung mit der eigenen Klarheit zu kommen – beruflich wie privat.
Wenn Du Dich gerade in einer Phase des Umbruchs befindest und Dir Begleitung wünschst, lade ich Dich ein, Kontakt mir mir aufzunehmen. In einem unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam darauf, wo Du gerade stehst und welche Fragen im Moment für Dich wesentlich sind.
Deine Anke




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