- akbergmann
- 20. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Was führt Menschen ins Coaching?
Häufig ist es keine klar umrissene Krise. Sondern ein Gefühl von Überforderung, innerer Unruhe, Entscheidungsmüdigkeit oder eine Unzufriedenheit, die sich nur schwer benennen lässt. Manchmal stehen konkrete berufliche Veränderungen an, manchmal Konflikte, Rollenfragen oder die leise Sorge, dass die eigene Belastungsgrenze dauerhaft überschritten wird. Auch akute oder chronische gesundheitliche Diagnosen können Anlass sein, Hilfe von außen zu suchen.
Coaching setzt genau hier an: als strukturierte, professionelle Begleitung von Menschen in herausfordernden Lebens- und Arbeitssituationen, in Phasen der Neuorientierung, bei wichtigen Entscheidungen oder dann, wenn Klarheit fehlt, obwohl der Wunsch nach Veränderung deutlich spürbar ist.
Coaching ist keine Beratung – sondern strukturierte Selbstklärung.
Coaching ist kein Ratgeberformat und keine Therapie.
Es basiert auf einem zentralen Grundsatz:
Jeder Mensch ist der Experte seines eigenen Lebens.
Coaching geht davon aus, dass Menschen grundsätzlich über eigene Ressourcen, Kompetenzen und Lösungsansätze verfügen – diese jedoch in belastenden, komplexen oder hochdynamischen Situationen nicht immer zugänglich sind.
Im Coaching unterstütze ich Klientinnen und Klienten dabei, ihre Situation strukturiert zu betrachten, innere und äußere Dynamiken zu verstehen und wieder handlungsfähig zu werden.
Ziel ist dabei keine „optimierte Persönlichkeit“, sondern Klarheit über das, was wirkt, was blockiert und was realistisch veränderbar ist.
Mein Coachingverständnis fußt auf zwei für mich unabdingbaren Säulen.
Die erste Säule bildet das klassische, systemisch fundierte Coaching.
Hier arbeite ich mit anerkannten Methoden und Interventionen, die in der Coaching-Praxis wissenschaftlich etabliert sind wie z.B. gezielte Fragetechniken, Arbeit mit Perspektivwechseln, Konflikt- und Ressourcenarbeit sowie die Reflexion von Rollen, Mustern und Entscheidungslogiken.
Sie helfen, komplexe berufliche und persönliche Themen zu ordnen, Konflikte zu klären, Entscheidungsprozesse zu strukturieren und individuelle Ressourcen gezielt zu aktivieren.
Die zweite Säule ist das Health Coaching. Es ergänzt das klassische Coaching um medizinisches und neurowissenschaftliches Grundlagenwissen – insbesondere dort, wo Stress, Erschöpfung oder gesundheitliche Belastungen eine Rolle spielen.
Denn viele Themen, die Menschen ins Coaching führen, sind nicht rein kognitiv lösbar. Chronischer Stress, dauerhafte Überforderung oder anhaltende innere Anspannung beeinflussen Wahrnehmung, Emotionen und Entscheidungsfähigkeit erheblich. Wer unter hoher Belastung steht, kann häufig nicht mehr auf dieselben Ressourcen zugreifen wie in stabileren Phasen.
Im Health Coaching geht es nicht um Diagnostik oder Therapie, sondern um Prävention, Stressbewältigung und die Stärkung der eigenen Selbstregulationsfähigkeit. Erkenntnisse aus der Medizin und den Neurowissenschaften helfen zu verstehen, wie Stress im Körper wirkt, welche Rolle das Nervensystem spielt und warum bestimmte Warnsignale ernst genommen werden sollten.
Auf dieser Grundlage entwickle ich gemeinsam mit meinen Klientinnen und Klienten individuelle Strategien zur Stressreduktion, zur Stabilisierung im Alltag und zur Vorbeugung von Burnout.
Ziel ist es, Belastungen frühzeitig zu erkennen, Handlungsspielräume zurückzugewinnen und langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Mein Coachingstil ist bewusst klar, aktiv und dialogisch. Ich verstehe mich als Sparringspartnerin: präsent, strukturiert, hinterfragend und unterstützend zugleich. Klientinnen und Klienten begegne ich als eigenständigen, starken Persönlichkeiten – nicht als „Problemträger“.
Im Mittelpunkt steht immer die individuelle Lebens- und Arbeitssituation. Lösungen müssen alltagstauglich, realistisch umsetzbar und zur jeweiligen Persönlichkeit passend sein.
Coaching bedeutet für mich, Menschen in Veränderungsprozessen zu begleiten, ohne ihnen vorzugeben, wie ihr Weg auszusehen hat.
Ich bin Mitglied der International Coaching Federation (ICF), einem internationalen Berufsverband, der für höchste Qualitätsstandards, fundierte Ausbildung und verbindliche ethische Richtlinien im Coaching steht. Diese Orientierung an klaren professionellen Standards ist mir wichtig, um Coaching transparent, verantwortungsvoll und wirksam zu gestalten.
Ich empfinde es als große Bereicherung, Menschen dort begleiten zu dürfen, wo es herausfordernd wird - mit Präsenz, Echtheit und dem Vertrauen, dass Wachstum entsteht, wenn jemand den Raum hält und mitgeht.
Wenn Du spürst, dass Du in einer herausfordernden Situation nicht allein weitergehen möchtest, lade ich Dich ein, Dich zu melden und den nächsten Schritt gemeinsam zu erkunden.
Deine Anke




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